Lotteriefonds

Verwendung der Erträge

Seit dem 1. Januar 2019 ist das neue Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz) vom 29. September 2017 in Kraft. Dieses Gesetz regelt die Zulässigkeit aller Geldspiele und deren Durchführung sowie die Verwendung der Spielerträge.

In der Schweiz haben die Gesellschaften Swisslos in den deutsch– und italienischsprachigen Kantonen und die Loterie Romande (LoRo) in den französischsprachigen Kantonen die Bewilligung, Grossspiele (Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele) durchzuführen.

Der erarbeitete Reingewinn von rund 520 Millionen Franken jährlich fliesst vollumfänglich in die kantonalen Lotterie- und Sportfonds. Aufgrund einer Sonderregelung mit den Kantonen verteilt die Sport-Toto-Gesellschaft für Sportförderung rund 43 Millionen Franken jährlich an Benefiziare.

Transparenz bei der Gewinnverteilung

Die Kantone stellen sicher, dass die Gelder entsprechend dem Geldspielgesetz, Art. 125 - 128, und ihren kantonalen Bestimmungen verteilt werden. Die Reingewinne aus Lotterien und Sportwetten sind vollumfänglich für gemeinnützige Zwecke namentlich in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport einzusetzen. Die Verwendung der Reingewinne zur Erfüllung öffentlich-rechtlicher gesetzlicher Verpflichtungen ist ausgeschlossen. Die Kantone veröffentlichen jährlich die Rechnung mit den Angaben, welche Empfängerinnen und Empfänger für welche Bereiche wie hohe Beträge erhalten haben.Eine Übersicht über die Beiträge aller Kantone ist auf den Websites der Swisslos und der Loterie Romande ersichtlich.

Es bestehen keine Rechtsansprüche auf die Ausrichtung von Beiträgen aus den kantonalen Fonds. 

Unterstützung und Beitrag

Welche Projekte unterstützt werden und wer über die Beiträge entscheidet, ist in den kantonalen Gesetzen geregelt. Je nach Höhe des Betrages ist die Fachdirektion, der Regierungsrat oder das Parlament Entscheidinstanz. In der Westschweiz bearbeitet und entscheidet eine speziell dafür eingesetzte Verteilkommission.

Gesuche mit den erforderlichen Unterlagen sind bei den zuständigen kantonalen Instanzen einzureichen.